„My nerves can’t take much more!“

with Keine Kommentare

Artikel von Ines Mion (21.09.20)

Was ein Wochenende für die Heppenheimer Basketballer… mit viel Geduld, Ehrgeiz und Schweiß konnten die ersten Damen des TVH am Sonntag einen knappen Sieg (73:74) gegen die FTG Frankfurt erzielen.

Die Heppenheimer Damen waren am Sonntag in der FTG Sportfabrik zu Gast und spielten gegen die starke Mannschaft aus Frankfurt. Das erste Viertel startete mit zwei schnellen Punkten der Gastgeberinnen, woraufhin die Heppenheimerinnen mit ebenso schnellen Dreiern antworteten. Während die Gastgeber mit ihren sicheren Mitteldistanzschüssen Punkte erzielten, waren die Spielerinnen Lisa Kern und Celine Martin mit jeweils zwei Dreiern in dem Viertel außerhalb der Dreipunktelinie nicht zu stoppen. Bis zur sechsten Minute lagen die Gastgeber mit sechs Punkten zurück. Trotzdem gelang es den Frankfurterinnen durch eine 100%ige Trefferquote mit einem Punkt das erste Viertel (19:18) für sich zu entscheiden. Die Frankfurterinnen behielten im zweiten Viertel ihre herausragende Trefferquote bei und bekamen die Heppenheimer Dreierschützen unter Kontrolle, sodass das Zweite Viertel ebenfalls an die Mannschaft aus Frankfurt ging. Mit einem Halbzeitergebnis von 34:26 ging es dann in die Pause. Trotz des Rückstands waren die TVH erste Damen entschlossen das Spiel noch für sich zu entscheiden. Durch taktische Umstellungen in der Verteidigung sowie im Angriff konnten die Damen aus Heppenheim den Frankfurterinnen Paroli bieten. Mit einem 10:0 Lauf ab der 24. Minute wendeten die TVH Damen das Blatt und gewannen das dritte Viertel mit 8:15. Mit einem Spielstand von 42:41 ging es nun in das vierte Viertel. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem beide Mannschaften um jeden Punkt kämpften. Während beide Teams immer mal die Führung übernommen hatten, kam es in der 35. Minute zum Ausgleich (48:48). In der 40. Minute gelang den Heppenheimerinnen endlich die Führung mit 57:54. Doch die Frankfurterinnen waren nicht unterzukriegen und erzielten mit einem Dreipunktewurf den Ausgleich. Mit dem Ergebnis 57:57 ging das vierte Viertel zu Ende. Beide Mannschaften, immer noch motiviert den Sieg holen, gingen entschlossen in die Verlängerung. Das intensive Training der TVH Damen zahlte sich aus, denn von ihrer Erschöpfung war nichts zu spüren. Doch auch die Frankfurterinnen waren noch hoch konzentriert und schafften es ebenfalls immer wieder Punkte zu erzielen, sodass es am Ende der ersten Verlängerung mit 65:65 in die zweite Verlängerung ging. Trotz der zweiten Verlängerung blieb Trainer Jürgen Molitor ruhig und ausgeglichen, von Nervosität keine Spur. Auch von den Spielerinnen war keiner bereit aufzugeben. Die Erschöpfung der Frankfurterinnen machte sich jedoch langsam in ihrer Trefferquote an der Freiwurflinie bemerkbar. Während die HP Damen, insbesondere Simi Taylor (4/4), alle Freiwürfe (5/5) in Punkte umwandelten, verlegten die Spielerinnen aus Frankfurt wichtige Punkte an der Freiwurflinie. Zwar erzielten die Gastgeber in der letzten Minute noch ein Korb, dieser änderte jedoch nichts mehr am Sieg der Black Dogs. Somit gewann die Mannschaft aus Heppenheim in der zweiten Verlängerung das Spiel mit einem hart erkämpften Punkt (73:74).

Insgesamt war das Spiel sehr hart und körperbetont. Trotzdem spielten beide Mannschaften fair und verhielten sich in jeder Hinsicht sportlich. Obwohl durch die aktuelle Situation wegen COVID-19 keine Zuschauer erlaubt waren, fieberten vor allem in der WhatsApp Gruppe der TVH Black-Dogs durch sekündliche Updates alle mit. Auch hier war die Spannung zu spüren: „my nerves can’t take much more“ (Mike Bowers). Für diese Unterstützung möchte sich die Mannschaft herzlich bedanken.

Es spielten: Betti Schalthöfer (3), Simi Taylor (14), Celine Martin (26), Lisa Kern (18), Ines Stricker (4), Kerstin Huy (5), Saskia Bach (1), Jana Kohl (3), Jette Daseking und Ines Mion

Deine Gedanken zu diesem Thema