Schritt für Schritt gemeinsam zum Bezirksmeisterziel

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von Anna Rothermel vom 12.02.2019

Im September startete die Saison für uns das erste Mal nicht gegen unseren bisher immer stärksten Gegner Hochheim, sondern gegen den BC Darmstadt 2. Da das Spiel leider am ersten Wochenende der Herbstferien ausgetragen wurde, musste unsere sowieso knapp besetzte WU18 hier auf einige Stammspielerinnen verzichten. Durch die Hilfe der WU16 und sogar einer WU14-Spielerin konnte dieses erste Spiel der Saison am 30.09.2018 aber erfolgreich mit einem Endstand von 34:55 gewonnen werden. Da wir die Jahre zuvor zu Beginn einer jeden Saison immer einige Schwierigkeiten hatten, uns wieder in die Spielpraxis einzufinden, waren wir über diesen guten Start in die Saison umso erfreuter, zumal dieser unter nicht optimalen Bedingungen vonstattengegangen war.

Leider mussten wir dann einen knappen Monat später mit einem wirklich deutlichen Ergebnis unser mit Abstand schlechtestes Spiel der Saison hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen die SKG Roßdorf, verloren wir mit einer Differenz von über 40 Punkten (85:42), was nicht nur unserer fehlenden Durchsetzungsfähigkeit unter dem Korb und unseren Schwierigkeiten beim Ballvortrag, sondern auch der starken Trefferquote der Roßdorfer von außen zu schulden war.

Bild von Philipp Gruner

hinten von links nach rechts: Laura Ifada, Lara Pavlitschek, Saskia Bach, Trainer Jürgen Molitor, Jule Daseking, Nina Schneider, Claudia Ifada
vorne von links nach rechts: Mara Kraft, Anna Rothermel, Isabella Bohrer, Helene Hahn, Christina Kessler

Zwar war die Stimmung nach der ersten Niederlage der Saison gedrückt, an Aufgeben war aber in keiner Sekunde zu denken und bereits im folgenden Training am Montag konzentrierten wir uns vollständig auf den nächsten zu besiegenden Gegner: die TG Hochheim.

Motiviert, Hochheim im Heimspiel in der Nibelungenhalle zu schlagen, liefen wir als Mannschaft zur Höchstform auf. Wir nutzten nicht nur unsere Reboundstärke, die in gewissen Teilen auch unseren Größenvorteilen zu schulden war, sondern auch etliche daraus resultierende Fastbreaks, um unsere Führung bereits im ersten Viertel mit 23:08 zu festigen. Auch die gute Kommunikation in der Verteidigung auf dem Spielfeld führte letztendlich dazu, dass uns die Führung auch im weiteren Verlauf des Spieles nicht mehr zu nehmen war, sodass wir uns letztendlich mit einem Endstand von 82:50 den Sieg sicherten.

Auch den Schulsportclub Bergstrasse besiegten wir auswärts eine Woche später – gecoacht von Malte Sohns –   souverän mit 75:32. Hier hatten die Bergsträßer Probleme mit unserer Zonenverteidigung, die es ihnen unmöglich machte, zum Korb zu ziehen. Die Schüsse der Bergsträßer von außen verwandelten wir durch sichere und schelle Rebounds in Fastbreaks, die uns letzten Endes den Sieg einbrachten.

Zwei Wochen vor unserem nächsten Spiel in Taunusstein durften wir zur Freude der gesamten Mannschaft eine neue Spielerin in unserer Mannschaft willkommen heißen. Nachdem Jule 2-mal bei uns mittrainiert hatte, fuhr sie direkt mit zum SV Taunusstein-Neuhof. Trotz der starken Verteidigung gelang es uns, im Angriff gegenzuhalten und gegen die Taunussteiner, die uns größentechnisch unterlegen waren, zum Korb zu ziehen und das Spiel mit einem Endstand von 35:87 für uns zu entscheiden.

Durch die Absage des darauffolgenden Spieles durch den BC Darmstadt, konnten wir einen weiteren Saisonsieg vermerken. Dennoch war die Stimmung in der Mannschaft am Freitagabend vor dem Spiel gedämpft. Alle hatten sich auf die Begegnung mit den Darmstädtern gefreut.

Der Absage des BC Darmstadts und einer Spielverlegung geschuldet, hieß der erste Gegner im neuen Jahr wieder SV Taunusstein-Neuhof. Wie auch im Hinspiel im Dezember, präsentierten wir uns willensstark und erarbeiteten uns als Team den 94:27 Heimsieg.

Respekt hatte die gesamte Mannschaft vor dem Rückspiel gegen den SKG Roßdorf. In Erinnerung  war die deutliche Niederlage im Hinspiel geblieben. Doch anstatt das Spiel direkt als verloren anzusehen, stieg die Motivation, dieses Mal eine bessere Leistung zu zeigen, umso mehr. Insgesamt war das Spiel die gesamte Zeit sehr knapp. Sowohl im ersten und zweiten als auch im dritten Viertel lagen wir mit nur jeweils einem Punkt zurück. Im Endeffekt verloren wir das Spiel mit 2 Punkten, was unter anderem unserer schlechten Quote an der Freiwurflinie zu schulden war. Rückblickend sind wir aber alle trotz Niederlage mit unserer Leistung zufrieden, da wir alle das Gefühl hatten, unser Bestes gegeben zu haben.

Nach der Niederlage in Roßdorf stand für uns das Rückspiel gegen Hochheim an. Auch hier war klar, dass wir das Spiel für die Meisterschaft gewinnen mussten. Höchstmotiviert fuhren wir also nach Hochheim. Direkt zu Beginn des 1. Viertels bauten wir einen 10 Punkte Vorsprung auf. Aufgrund unserer sehr guten Trefferquote, sowohl im Spiel als auch an der Freiwurflinie, und der starken Verteidigung gaben wir diesen Vorsprung bis zum Spielende nicht mehr her, sondern vergrößerten ihn in den letzten Spielminuten sogar nochmals um 12 Punkte und besiegten Hochheim schließlich mit einem Endstand von 72:50.

Am 09.02. war es dann soweit: das Spiel, das über die Meisterschaft entscheiden würde. Auch der SC Bergstrasse musste erneut besiegt werden, um den 1. Tabellenplatz zu erreichen, der während der Saison immer abwechselnd von der TG Hochheim oder uns besetzt worden war. Vielleicht war es eben dieser Druck, der dazu führte, dass wir uns an diesem Samstag absolut nicht von unserer Schokoladenseite zeigten. Besonders zu Beginn waren sowohl Angriff als auch Verteidigung unstrukturiert und man war überrascht, wie sehr sich der SC im Verlauf der Saison verbessert hatte. Schlussendlich reichte die Leistung aber trotzdem, um einen wenn auch knappen Sieg und den damit verbundenen Bezirksmeistertitel zu verbuchen.

Für die WU18 spielten in der Saison 2018/19:

„Wir haben unser Bestes gegeben und uns den Sieg somit erkämpft!“

Laura Ifada (WU14)

„Die Mannschaft war mir gegenüber sehr aufgeschlossen und durch die Spiele habe ich viele Erfahrungen sammeln können!“

Pia Hinkel (WU16 )

„Es war eine lange und holprige Reise, aber am Ende haben wir unser Ziel erreicht!“

Antonia Noll (WU16)

„In der Mannschaft zeigen immer alle vollen Einsatz im Spiel!“

Emilia Mitsch (WU16)

„Durch unser harmonisches Zusammenspiel haben wir uns den Sieg geholt!“

Claudia Ifada (WU16)

„Die Erfahrung mit der U18 zu spielen war spaßig und hat mir sehr weitergeholfen!“

Mara Kraft (WU16)

„Ich wurde als Spielerin der U16 direkt in die Mannschaft aufgenommen und konnte während der Spiele viele neue Erfahrungen sammeln!“

Christina Kessler (WU16)

„Wir haben uns gegenseitig ergänzt und jeder konnte seine Stärken ausspielen. So hat es Spaß gemacht!“

Helene Hahn (WU16)

„Auch wenn ich leider eine Weile ausfallen musste, habe ich echt Glück, eine, auch außerhalb des Spielfeldes, so tolle Mannschaft gefunden zu haben!“

Lizette Sinon

„Wir haben gutes Teamwork geleistet, was sich auch in unserer Platzierung zeigt!“

Lara Pavlitschek

„Dadurch, dass die U18 mit der U16 zuvor kaum zusammengespielt hatte, ist es umso unglaublicher, dass wir in dieser Saison so gut als ein Team zusammengewachsen sind und so erfolgreich waren!“

Nina Schneider

„Es war zwar öfters eher schwierig mit anzuschauen, aber am Ende haben wir das Ziel vor Augen gehabt und es dann zusammen erreicht!“

Saskia Bach

„Am Anfang war ich eher skeptisch, ob wir diese Saison einen guten Tabellenplatz erspielen würden, da wir ein Trainerwechsel hatten. Aber mittlerweile weiß ich, dass das genau das Richtige für uns war!“

Isabella Bohrer

„Die Mannschaft hat mir gezeigt, wie viel Spaß Basketball macht, dass man immer wieder etwas Neues dazulernt und was man zusammen alles schaffen kann, wenn man motoviert und ehrgeizig an Sachen herangeht. Ich finde die Mannschaft hat den Meistertitel auf jeden Fall verdient!“

Jule Daseking

„Obwohl ich nur ab und zu als Aushilfe Spielerin dabei sein konnte, habe ich trotzdem immer den unglaublichen Zusammenhalt im Team gespürt!“

Louisa Bender

„Im Team haben wir uns alle zu jeder Zeit unterstützt, ergänzt und motiviert; auch wenn nicht immer alles glatt lief!“

Anna Rothermel

Abschließend möchten wir uns von ganzem Herzen bei unserem Trainer Jürgen Molitor und dessen Frau Heidi Molitor bedanken, die uns in den letzten Jahren unglaublich unterstützt haben und ohne die das Erreichen des Bezirksmeistertitel niemals möglich gewesen wäre.  Als wir zu Beginn der Saison einen neuen Trainer gesucht haben, haben beide keine Sekunde gezögert und sich bereiterklärt, uns fortan zu trainieren.

„Im Allgemeinen trainiere ich gerne Jugendmannschaften, weil sie in der Regel sehr motiviert sind und man schnell eine Verbesserung sieht. Hier kommt es auf die Leistung der gesamten Mannschaft an; Spieler, die zu sehr von sich selbst überzeugt sind, mag ich nicht. Genau das ist einer der Gründe warum ich es präferiere, Mädchenmannschaften zu trainieren. Man sieht es an der WU18: Sie sind alle gute Teamplayer und haben Ehrgeiz – der hoffentlich auch beim Hessenpokal zu sehen ist – und sind motiviert, obwohl wir so wenige Spielerinnen haben. Zudem sind unsere großen und dennoch athletischen Spieler ein Alleinstellungsmerkmal bei uns. So konnten wir über die Saison hinweg mit 4 Centern auf dem Spielfeld spielen, was auch für mich eine interessante Erfahrung war.“

Jürgen Molitor

Über den Überraschungs-Meisterkuchen nach dem letzten Saisonspiel gegen den SC Bergstrasse, der von unserer lieben Heidi organisiert wurde, haben wir uns alle riesig gefreut.

An dieser Stelle nochmal: DANKE Heidi!

„Ich freue mich, dass die Mädels als Team zusammengeblieben sind und das obwohl die Trainingssituation in den letzten Jahren nicht immer einfach war. Umso mehr macht es mich glücklich, dass alle jetzt wieder mit Freude trainieren und auch die jüngeren Mädels so gut integriert werden.“

Heidi Molitor
Bild von Philipp Gruner

Die nächste Herausforderung stellt die Austragung des Hessenpokals im April dar, wofür von nun an trainiert wird, um die Bestleistung der über die Saison so stark zusammengewachsenen Mannschaft zu präsentieren.

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