Eine neue Nibelungenhalle für Heppenheim

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von Jürgen Reinhardt von echo-online.de

Die Stadtverwaltung informiert Nutzer und Nachbarn über das 7,65-Millionen-Projekt am Starkenburg-Stadion. Baubeginn soll im August sein.


Wenn die neue Nibelungenhalle am Starkenburg-Stadion fertiggestellt ist, soll das alte Gebäude abgerissen werden. Foto: Sascha Lotz

HEPPENHEIM – Der Beschluss steht, das Geld ist da. Und bis die neue Nibelungenhalle steht, wird nicht mehr allzu viel Zeit vergehen: Voraussichtlich im Frühjahr 2021 soll das 7,65-Millionen-Projekt am Starkenburg-Stadion Heppenheims Sportlern zur Verfügung stehen. Dass bis zum Baubeginn, voraussichtlich im kommenden August, noch einiges zu planen und vorzubereiten ist, wurde bei einer Informationsveranstaltung deutlich, zu der die Verwaltung am Dienstagabend Nutzer und Nachbarn der Sportstätte in den Amtshof eingeladen hatte.

Derzeit, so Bürgermeister Rainer Burelbach im Kurfürstensaal, liegt nach der europaweiten Ausschreibung des Projektes nicht mehr als ein Vorentwurf des Architektenbüros Baur Consult zur Gestaltung des Neubaus vor, dazu gibt es eine Kostenschätzung. Das eine wie das andere wird oder kann sich im Laufe der weiteren Planung verändern, Letzteres unterliegt allerdings der Deckelung durch das Stadtparlament: Über die im Haushalt vorgesehenen 7,65 Millionen Euro darf es nicht hinausgehen, wobei 4,5 Millionen Euro hiervon über die sogenannte „Hessenkasse“ finanziert werden.

Für das Geld soll ab dem kommenden Sommer eine Drei-Feld-Halle südlich der bestehenden Halle hochgezogen werden, die wiederum nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen wird. Die neue Halle, die aus optischen Gründen einen nur etwa vier Meter hohen „Sockel“ erhält, wird voraussichtlich 52 Meter lang, 47 Meter breit und bis zu 9,50 Meter hoch werden. Das Handballfeld wird 40 mal 20 Meter bieten, wird die Halle mit Vorhängen dreigeteilt, bietet jedes der drei Spielfelder die Maße 27 Mal 15 Meter.

Verkehr

Weil ein Teil der Straße In den langen Äckern für den Bau der neuen Halle gebraucht wird, wird auch die Verkehrsführung rund ums Stadion neu durchdacht. Mit einer Reihe von Einbahnstraßenregelungen soll verhindert werden, dass beispielsweise die Nibelungenstraße noch stärker als jetzt schon belastet wird und die Schüler der Grundschule gefährdet werden. Möglicherweise werden Poller in Höhe der Schule die Durchfahrt verhindern. (jr)

Knapp unter 500 Zuschauer haben auf mobilen Tribünen Sitzplätze zur Verfügung, hinzu kommen bei Bedarf Stehplätze auf der Galerie. Darüber hinaus gibt es drei Geräteräume, sechs Umkleideräume mit jeweils 20 Spinden, zwei Toiletten auf der Südwestseite des Neubaus, die auch von Stadionbesuchern genutzt werden können und im Obergeschoss mehrere Technikräume.

Die künftig zur Verfügung stehende Infrastruktur hat zur Folge, dass das einige Meter entfernt im Nordteil des Stadions stehende Umkleidegebäude anderweitig genutzt werden kann, wie Burelbach auf Nachfrage mitteilte. Das Gebäude soll als „Vereinshaus“ unter anderem den Kraftsportlern des TVH dringend benötigte Räumlichkeiten bieten.

Der Haupteingang der neuen Nibelungenhalle wird sich künftig nicht mehr auf der Nord-, sondern der Westseite befinden und soll so auch dafür sorgen, dass die Nachbarn weniger stark unter den Geräuschemissionen der Sportstätte zu leiden haben. Hier wird es auch ein Foyer geben, einen Mehrzweckraum, der, großflächig verglast, bei Bedarf für größere Empfänge, beispielsweise aber auch für Gymnastikgruppen genutzt werden kann. Darüber hinaus soll es eine vollständig ausgerüstete Küche geben.

Ist die neue Halle gebaut, wird die alte niedergelegt. Was aus dem dann entstehenden Freiraum wird, ist nach Angaben Burelbachs noch völlig offen. Pläne, die Fläche zu bebauen, gebe es seitens der Stadt nicht, antwortete der Bürgermeister auf die Nachfrage eines Anwohners, der zusätzlichen Lärm befürchtet. Man werde auf den Kreis zugehen und sehen, ob der das Areal möglicherweise als Erweiterungsfläche für die benachbarte Nibelungen-Grundschule brauchen könne.

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